Statements

Statement der Jury zum KUPF Innovationstopf 2010

Als Mitglieder der Jury, die die Projekte des Innovationstopf 2010 „Mit Sicherheit?“ zu bewerten hatte, sind wir konsterniert und erschüttert ob der Vorgehensweise der Landeskulturdirektion.

Wir sind unserem Auftrag nachgekommen, die Projekte einer Bewertung zu unterziehen, im Wissen um die Kriterien die die KUPF kommuniziert hat.

Statement der IG Freie Theaterarbeit

Der "Innovationstopf" gibt künstlerischen Arbeiten, die sich mit Gesellschaft und Politik auseinandersetzenden, die Möglichkeit zur Verwirklichung. Zu einem best practice Modell wurde er nicht nur aus diesen Gründen, sondern auch durch die vorbildhafte, wohldurchdachte, sorgfältige und transparente Abwicklung der Entscheidungsfindung.

Statement von Marlene Streeruwitz

Punkt.

Wenn Landeshauptleute beurteilen, was Kunst ist und was nicht, dann liegt ein Rückschritt vor, der zumindest in die 50er und 60er Jahre zurückführt.

Statement von Franzobel

Hier zeigt sich wieder einmal, dass Österreich demokratiepolitisch ein Entwicklungsland ist. Die Vorgangsweise der Landesregierung, unliebsamen Projekten einfach den Geldhahn abzudrehen, auch dann, wenn sie von extra dafür eingesetzten Gremien für förderungswürdig befunden worden sind, ist ungeheuerlich. Wenn das Schule macht, Gute Nacht Österreich.

Franzobel, Schriftsteller/ Vöcklabruck

Statement der IG Kultur Österreich

Im Februar 2009 wurde eine vergleichende Studie der Ländervertretung der
IG Kultur Österreich mit dem Titel Gut sein, besser werden. Kulturförderung als normative und administrative Herausforderung"
veröffentlicht. In dieser Studie wurde das Kulturland Oberösterreich in
vielen Bereichen als Vorzeigemodell zeitgemäßer Kulturförderung präsentiert.

Statement von Herbert Schager

„auch wenn sie was anderes behauptet, ist doch korruption und missbrauch bei der fpö an der tagesordnung. zuerst werden die künstlerInnen einmal schlechtgemacht, dann wird ihnen noch vorgeworfen, geld zu verdienen (als ob man in unserer gesellschaft ohne dieses überleben könnte) und die landeskulturdirektion OÖ spielt bei diesem politischen ränkespiel noch mit...

Statement von Peter Androsch

Kultur ist die Art und Weise, wie wir miteinander umgehen. An und in der Politik können wir oft ablesen, wie viel Kultur wir haben. Ein hohes Maß an Kultur zeigt jedenfalls, daß in Österreich Juryentscheidungen respektiert werden. Ich glaube, so sollte es auch bleiben.

Statement von Thomas Pohl

Sehr geehrte Damen und Herren der Landeskulturdirektion,

als freischaffender Schauspieler und unabhängiger Wertevermittler sehe ich mich gezwungen,
vehement gegen Ihr Gebaren in der Kulturförderung zu protestieren und fordere Sie hiermit auf,die Vergabe neu zu überdenken.

Statement von Martin Fritz

„Neben seinen inhaltlichen Impulsen hat der „Innovationstopf” auch Maßstäbe für die sorgfältige und transparente Abwicklung von Förderungen gesetzt. Die Ausschreibung, die öffentlichen Jurysitzungen und die damit verbundenen Begründungen sorgen für Qualität und Transparenz.

Statement von Stella Rollig

Die Entscheidung, ob etwas Kunst ist oder nicht, ist seit der Kunstrevolution durch Marcel Duchamp am Beginn der 20. Jahrhunderts und in der Folge durch Fluxus, Konzeptkunst und „Institutional Critique“ nur mehr kontextspezifisch zu beantworten.

Statement von Karl Klar

Stellungnahme zur Förderabsage des Projekts Watchdogwatcher

  • Das Land Oberösterreich finanziert seit 1995 den Kupf Innovationstopf. Ziel dieses
    neuen Fördertopfes war und ist es Kulturinitiativen und Kultur- und
    Kunstschaffenden die Möglichkeit zu geben, neue kritische Impulse für eine

Statement von Juliane Alton

Decken sich das Kulturverständnis der oberösterreichischen Landeskulturdirektion und jenes der FPÖ Oberösterreich?
Am erstaunlichsten an der Argumentation der Kulturdirektion ist für mich, dass sie "keinen kulturellen oder künstlerischen Inhalt" im Projekt WatchDogWatcher erblicken konnte. Dass die FPÖ dies nicht vermag, verwundert dagegen wenig. Erstaunlich übrigens auch, dass dieser kulturelle oder künstlerische Inhalt in allen anderen von der Jury ausgewählten Projekten, auch in den "Wachschatten" gefunden wurde.

Statement von Gerhard Haderer

Die Stadt Linz braucht keine zusätzliche Stadtwache.
Was wir brauchen, sind neue Strategien, um mit den vorhandenen und sich ständig verändernden sozialen Umständen in dieser Stadt umzugehen. Das erfordert soziologisches Feingefühl und keine zusätzlichen Stadtcowboys.
Das Projekt "Watchdogwatcher" ist in diesem Sinne ein unverzichtbarer, kreativer Diskussionsansatz.

Statement von Harald Renner alias Huckey /Texta

Was ist der wirklich wirkliche Grund für diese Machtdemonstration der ÖVP gegenüber der freien Szene bei gleichzeitigem Kniefall vor der FPÖ? Mit der Stadtwache hat Wimmer in ein Wespennest gestochen. Die alte Dame "Sicherheit" wird heixend und feischend in die Gänge gebracht und die SPÖ genehmigt Schwachsinn im vorauseilendem Gehorsam. Warum?

Statement von Thomas Rammersdorfer

Wer nichts zu verbergen hat, braucht keine Überwachung zu fürchten, so argumentieren die selbsternannten Apostel der „inneren Sicherheit“ gerne. Doch was für den Normalsterblichen recht und billig, gilt für die Angehörigen des Sicherheitsapparates, und sei es nur die famose Linzer Stadtwache keineswegs.