Statement der IG Kultur Österreich

Im Februar 2009 wurde eine vergleichende Studie der Ländervertretung der
IG Kultur Österreich mit dem Titel Gut sein, besser werden. Kulturförderung als normative und administrative Herausforderung"
veröffentlicht. In dieser Studie wurde das Kulturland Oberösterreich in
vielen Bereichen als Vorzeigemodell zeitgemäßer Kulturförderung präsentiert.

Mit der Absage der beiden Projekte setzt Oberösterreich seinen
bundesweit vorbildlichen Ruf aufs Spiel. Ja, mit dieser Vorgehensweise
wird die Aussage von LH Dr. Pühringer konterkariert wonach Kultur Geld
kostet, Unkultur aber noch mehr kostet.

  • Es ist Unkultur, die Entscheidung einer ExpertInnenjury kommentarlos zu
    übergehen.
  • Es ist Unkultur, ein förderpolitisches Vorzeigeinstrument einfach ad
    absurdum zu führen.
  • Es ist Unkultur, ohne Begründung und nachweisbare Kriterien Projekte die
    Förderung zu versagen.

In den Kriterien zur Kulturförderung des Landes ist festgehalten, dass folgende Voraussetzungen erfüllt werden müssen:

  • Perspektive auf Animation, Innovation, Dezentralisierung, Vermittlungskonzept
  • Notwendigkeit, Angemessenheit und Subsidiarität
  • Soziale Rechtfertigung

Die Landeskulturdirektion soll offen legen, warum die beiden Projekte,
denen die Förderung verweigert wird, diese Voraussetzungen nicht erfüllen.

Als Teil ihrer Vision einer durch Selbstbestimmung und Partizipation
gleichermaßen entworfene und gelebte Gesellschaft hat die IG Kultur
festgehalten, dass Selbstbestimmung der Motor ist, der dazu beiträgt,
dass die handelnden Subjekte befähigt sind, partizipativ an der
Entwicklung neuer gesellschaftlicher Modelle zu arbeiten. Partizipation
beruht immer auf Verhandlungsprozessen, welche Selbstbestimmung
voraussetzen.

Das Land Oberösterreich verweigert mit seiner Vorgehensweise
Selbstbestimmung und Partizipation und arbeitet gegen die
Selbstbefähigung von KulturarbeiterInnen.

Dem Kulturland Oberösterreich stünde es gut zu Gesicht seine
Entscheidung rückgängig zu machen.

Kulturarbeit ist politisch. Aber (Partei-)Politik hat in der autonomen
Kulturarbeit nichts verloren!

Der Vorstand der IG Kultur Österreich

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