Statement von Stella Rollig

Die Entscheidung, ob etwas Kunst ist oder nicht, ist seit der Kunstrevolution durch Marcel Duchamp am Beginn der 20. Jahrhunderts und in der Folge durch Fluxus, Konzeptkunst und „Institutional Critique“ nur mehr kontextspezifisch zu beantworten. Joseph Beuys ist nur der berühmteste unter zahlreichen KünstlerInnen, die soziale und politische Aktionen und Interventionen als künstlerische Praxis definiert und den Kunstbegriff damit entgrenzt haben.
Um künstlerischen Konzepten und Produktionen unter diesen Voraussetzungen gerecht zu werden, müssen in jedem Fall der Kontext, die Absicht, die Person und Laufbahn der Autorin/des Autors und jeweils andere spezifische Faktoren berücksichtigt werden. Dazu braucht es Wissen und Erfahrung, und aus diesem Grund werden Fachleute für Beurteilungen, die im öffentlichen Interesse erfolgen, eingesetzt.
Die Politik, die letztlich über Förderungen entscheidet, delegiert somit die Beurteilung an ExpertInnen, um Qualitätsprüfungen „nach bestem Wissen und Gewissen“ zu erhalten. Es ist nicht illegal, dieser Beurteilung bzw. Empfehlung zur Förderung zuwiderzuhandeln. Es ist aber auch nicht falsch, ein solches Handeln als illegitim zu bezeichnen oder als Demonstration von Macht, welche guten demokratischen Sitten zuwiderläuft und die öffentlich gemacht werden sollte.
Stella Rollig, Direktorin des Lentos Kunstmuseum Linz.

NARR

Künstler sind nicht! die hofnarren der mächtigen

herr aigner!

erwin stefanie posarnig

demokratische Sitten.....

Das ist eine Aktion die nicht nur gegen die Kunst gerichtet ist, sie richtet sich auch gegen den Personenkreis - wie die Kupfmitarbeiter, die Jurymitglieder und die Kunstschaffenden......
Ich muss mich gegen solche Vorgangsweisen wehren

Gitti Vasicek

nicht illegal, nicht falsch....

Stella Rollig laviert sich akademisch-salomonisch durch. Das ist mir zu wenig.
Das Establishment ist dann souverän und klug, wenn es Kunst fördert, die auf das Establishment schimpft.
Wer, wenn nicht der Hofnarr, kann dem Regenten wirklich beibringen, dass er Unsinn macht. Alle anderen riskieren es geköpft zu werden. In seinen jungen Jahren, beim Wachsen der freien oö. Kulturszene, hat Josef Pühringer das sehr genau gewusst und beherzigt.
Mir scheint da hat sich was zum Schlechteren verändert.
Josef Aigner
Kulturmanager
Altmünster/Gmunden

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